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Wie ein internationaler Chemiekonzern seine Identitäten modernisiert und den Grundstein für Zero Trust legt

Access Management, Identity Governance & Administration, Managed Services
Microsoft, Microsoft Entra ID, One Identity, One Identity Manager

Ein international tätiges Chemieunternehmen mit Zehntausenden Mitarbeitenden weltweit verwaltete rund 200.000 interne und externe Identitäten in einer Landschaft, die über Jahre gewachsen und zunehmend unübersichtlich geworden war. Gemeinsam mit iC Consult hat der Konzern sein Access Management modernisiert, eine zentrale Identity-Plattform aufgebaut und erste Zero-Trust-Standards für den Cloud-Zugriff eingeführt.

Inhalt

Steckbrief & Projektüberblick

Kundensteckbrief

Branche: Chemie

Hauptsitz: Europa

Anzahl Identitäten: > 200.00

Über den Kunden

Das Unternehmen zählt zu den international führenden Akteuren der chemischen Industrie. Mit Werken und Niederlassungen in zahlreichen Ländern beliefert es Kunden aus verschiedenen Branchen und Endmärkten mit einem breiten Portfolio chemischer Produkte und Lösungen.

Projektbeschreibung

Modernisierung des unternehmensweiten Access Managements mit Single Sign-On (SSO) und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), Aufbau einer zentralen Identity-Governance-Plattform als Nachfolger der bisherigen Systemlandschaft sowie Einführung erster Zero-Trust-Standards für den Cloud-Zugriff.

Produkte & Services

Microsoft Entra ID (Azure AD), Windows Hello for Business, One Identity Manager; Betrieb als Managed Service durch iC Consult

Erfolge

Einheitliche digitale Identität als Zielbild für rund 200.000 interne und externe Nutzer

Komfortablere Anmeldung im Arbeitsalltag für alle Mitarbeitenden und höhere Transparenz über Access-Management-Prozesse

Automatisierte Provisionierung neuer Cloud-Anwendungen über SCIM (System for Cross-Domain Identity Management) statt manueller Einzelpflege

Schrittweise Ablösung des bisherigen Identity-Governance-Systems im laufenden Betrieb, ohne Unterbrechung des Tagesgeschäfts

Rund-um-die-Uhr verfügbare Infrastruktur durch Rufbereitschaft und zeitzonenübergreifenden Support

Zunehmende Eigenständigkeit des internen Teams bei Installation und Support durch gezielte Schulungen

Grundlage für differenzierte Authentifizierungs- und Identitätsprüfungsniveaus (AAL/IAL) über Cloud- und On-Premises-Systeme hinweg

Kontinuierlicher Betrieb und Weiterentwicklung der Lösung durch iC Consult als Managed-Service-Partner

Hintergrund

Eine fragmentierte Identitätslandschaft

Bei einem Chemiekonzern mit rund 200.000 internen und externen Identitäten kommen über Jahrzehnte viele unterschiedliche Systeme zusammen. Für interne Identitäten waren ein etabliertes System und eine zusätzliche, eigens entwickelte Lösung im Einsatz. Externe Identitäten liefen über eine separate Plattform. Beide Wege funktionierten lange gut, wurden aber mit der Zeit zur Bremse. Die Quellsysteme ließen sich immer schwerer aufeinander abstimmen, und Änderungen mussten am Ende trotzdem zuverlässig in den SAP-Systemen ankommen.

Auch beim Login-Prozess selbst gab es Reibung. Das interne Team konnte die Access-Management-Infrastruktur inklusive Rufbereitschaft nicht dauerhaft allein stemmen, und für die Mitarbeitenden war die Anmeldung wenig komfortabel. Gleichzeitig durfte die Sicherheit nicht leiden. Hohe Standards mussten auch dann gelten, wenn keine physische Smart Card zur Hand war, und eine bestehende Zertifikatsanmeldung sollte weiter nutzbar bleiben.

Hinzu kam: Die neue Lösung musste sowohl die wachsende Cloud-Nutzung abdecken als auch die zahlreichen On-Premises-Systeme, die weiterhin im Einsatz sind. Beide Welten mussten parallel funktionieren.

Lösung

Sicherer und komfortabler: das neue Access Management

Den Anfang machte eine gemeinsame Basis: Mit Microsoft Entra Connect und Active Directory Federation Services (AD FS) verbindet iC Consult die bestehenden On-Premises-Verzeichnisse mit der Cloud. Mitarbeitende haben dadurch eine einzige Identität, die sowohl lokal als auch in der Cloud funktioniert. Neue Cloud-Anwendungen ziehen sich ihre Zugriffsdaten seitdem automatisch über SCIM-Provisioning, ganz gleich, ob jemand neu startet, die Abteilung wechselt oder das Unternehmen verlässt.

Auf dieser Basis gestaltete iC Consult dann die eigentliche Anmeldung neu: biometrische Verfahren, PIN und physische Smart Cards, ergänzt um Windows Hello for Business als virtuelle Smart Card für Windows und Microsoft 365. Für Fälle ohne Hardware-Token zur Hand, etwa auf Reisen, sorgten alternative MFA-Verfahren (Multi-Faktor-Authentifizierung) wie Einmalpasswörter oder eine Authenticator-App dafür, dass die Anmeldung genauso sicher blieb. Zusätzlich schützt Microsoft Rights Management die Unternehmensdaten auf mobilen Geräten.

Das Ergebnis war im Arbeitsalltag schnell zu spüren: Mitarbeitende melden sich heute merklich komfortabler an, und Access-Management-Prozesse sind für alle Beteiligten deutlich transparenter. Damit das auch so bleibt, übernimmt iC Consult die Rufbereitschaft mit zeitzonenübergreifendem Support, den das interne Team allein nicht hätte stemmen können. Gleichzeitig schult iC Consult das Team, sodass es Installation und Support zunehmend selbst mitgestaltet. 

Eine Identität statt vieler: der Aufbau der neuen Plattform

Während sich das Access Management um die tägliche Anmeldung kümmert, musste ein zweiter Baustein lösen, was eigentlich zur echten Bremse geworden war: zwei getrennte Identitätswelten zu einer zu machen. Die Antwort darauf ist eine neue, zentrale Identity-Governance-Plattform auf Basis von One Identity Manager, die das bisherige System schrittweise für rund 200.000 interne und externe Identitäten ablöst und aus zwei bisher getrennten Welten eine einheitliche digitale Identität macht.

Statt in einem großen Schritt erfolgt die Einführung in mehreren Ausbaustufen, jeweils dort ansetzend, wo der Nutzen am schnellsten spürbar wird. Aktuell im Fokus stehen das Account Management für SAP-Systeme, das Onboarding neuer Anwendungen, die Beantragung von Microsoft-Entra-Rollen und die Anbindung an ServiceNow. iC Consult begleitet diese Weiterentwicklung nicht nur, sondern betreibt die Plattform auch im laufenden Betrieb als Managed Service.

Der nächste Schritt: Zero Trust für den Cloud-Zugriff

Mit wachsender Cloud-Nutzung reicht es nicht mehr, nur zu wissen, wer sich anmeldet, sondern auch, wie verlässlich diese Identität geprüft wurde. Genau darauf zielt die dritte Initiative. Gemeinsam mit iC Consult verankert der Konzern Zero-Trust-Prinzipien im Cloud-Zugriff. Dazu gehören die Harmonisierung der Federation-Authentifizierung, der Aufbau einer Identity Governance speziell für Cloud-Ressourcen und die Einführung von Authentication- und Identity-Assurance-Leveln.

So lässt sich künftig deutlich feiner steuern, wie stark eine Identität verifiziert und wie sicher eine Anmeldung tatsächlich ist, über Cloud- und bestehende On-Premises-Systeme hinweg.

Für die Verantwortlichen im Unternehmen ging es dabei nie nur um Technik. Erst eine Anmeldung, die sicher und reibungslos zugleich ist, lässt Mitarbeitende weltweit produktiv arbeiten, und das, ohne bei den Sicherheitsstandards eines globalen Konzerns Abstriche zu machen.

Ausblick

Eine Basis für die nächsten Schritte

Die Modernisierung ist kein einzelnes Projekt, sondern Teil eines mehrjährigen Programms, das Schritt für Schritt weitergeht. Die Zero-Trust-Initiative durchläuft bis 2026 weitere Ausbaustufen, und auch die Identity-Governance für extern genutzte Services wie Kundenportale steht bereits auf der Agenda. Mit iC Consult als Managed-Service-Partner hat der Konzern dafür eine verlässliche Basis geschaffen.